04.6.20`: Die Macht des Rheingrabens

Am 4.6.2020 war es dann noch kurzer Nacht wieder soweit: gepflegt ging es in Richtung Rheingraben, da dort die Sonne am meisten einstrahlte. Östlich des Schwarzwaldes hingegen war es kühl, regnerisch und Sonne war auch so ein Thema. Außerdem war in unserem Zielgebiet die Scherung etwas besser. Unser Plan: relativ mittig zwischen Karlsruhe und Freiburg positionieren, so dass es die Möglichkeit nach Nord und Süd zum ausweichen gab. Denn Zellen wollten nördlich und südlich der Vogesen herein laufen. Auf der A5, bei Ettenheim, fiel uns dann diese Schauerlinie auf, unter deren Basis sehr tief Fractus hingen - also fuhren wir ab. Das Radar zeigte nur grüne Signale, was erstmal nach gar nichts ausgesehen hat. Aber die Zeichen täuschten nicht: Die Linie bekam eine Absenkung, die am rotieren gewesen ist, und löste aus. Leider war die Zelle bereits zu nah am Schwarzwald, so dass ein dran bleiben nicht möglich gewesen ist. Außerdem wäre die Struktur ohnehin futsch ;) Beim passieren der ersten Gipfel, zeigte sich sehr kurz eine vermutliche Funnelcloud (noch nicht offiziell bestätigt). Danach ging es erstmal zum Aldi, ne Kiste Brezeln besorgen :D Und danach kam auch schon die nächste Zelle angeschert, wieder bei Ettenheim. Diese war auch recht turbulent, und hatte einen enormen Speed drauf. Und hier nach war dann 1 Stunde Pause, dann kam eine hochbasige Zelle, die nicht strukturiert gewesen ist, also ließen wir diese ziehen. und konzentrierten uns auf die Kaltfront. Wir positionierten uns auf dem Schauinsland (1284m), welcher einen sehr guten Panoramablick auf die Rheinebene gestattete. Vor der Kaltfront löste eine Zelle aus, die dann ebenfalls Rotation aufwies, was aber nicht ungewöhnlich in oder am Gebirge ist (Kanal Effekte Berg/Tal). Nach dem die Blitze uns zu nah kamen, war die Flucht ins Auto angesagt, und wir fuhren dann Heim. Auf dem Heimweg in der blaugrauen Stunde gab es dann noch einmal ein kurzes Gewitter, welches eine abgegrenzte Kante am Niederschlagskern hatte. Mehr wurde hieraus auch nicht mehr, da es alles am Verclustern war. Für knapp 200km ein tolles "Home Chasing" mit tollen Eindrücken :)


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