28.4.20`: Böenfront im Ostalbkreis

Bereits am 28. April konnte ich mit Freund Florian die erste nennenswerte Struktur der startenden Saison 2020 festhalten. Wir positionierten uns erst bei Ulm, um dann von dort nordöstlich operieren zu können. Wir fuhren einer sich bildenden, jedoch sehr schwachen Linie entgegen. Zunächst entwickelte sich ein Schauer, der allerdings nichts an Struktur zustande bekam, und so zogen wir weiter nach Osten vor der Linie, die ab der Schwäbischen Alb vermehrt Anstalten machte, sich besser organisieren zu wollen. Bei Aalen, als auch das Radar die stärkste Reflektion darstellte, positionierten wir uns hinter dem Rosenstein (735m), in der Hoffnung, dass über diesen gleich eine Böenfront herein schwappt - und genau dass tat es auch so :) Somit war die Saison dann privat für mich richtig gestartet, und meine Seele füllte sich mit Adrenalin, Leidenschaft und die SD mit Daten ;) Durch das Mittelgebirge entstand zwar die Böenfront erst richtig, doch zugleich schwächte die Bergkette auch die gesamte Front, so dass erstmal alles kaputt war. Etwa 1 Stunde später positionierten wir uns bei Neresheim, und konnten von dort noch ein sehr schwaches Gewitter beobachten, auch hier wieder mit Böenfront Segmenten dran, allerdings nicht so schön. Interessant war die Sichtung einer zunächst als Funnelcloud eingeschätzten Sichtung. Diese stellte sich als normale Verwirbelung dar, höchstens jedoch als Shear-Funnel.

Das Gewitter zog nach Bayern - wo zu dieser Zeit aufgrund Corona keine Einreise möglich war. Es schwächte sich ohnehin deutlich ab. Also wollten wir über Ulm zurück nach Tuttlingen und Villingen - auf dem Rückweg bildete sich aus dem nichts ein kleiner Schauer in der Dämmerung. Dieser allerdings, auch ohne Blitz und Donner, hatte wieder eine klasse Struktur im Petto sowie einen genialen Niederschlagskern, welcher durch meine Langzeitbelichtung gut zum Vorschein gebracht wurde. Erfolgreicher Tag!


 »

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.